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MACH WAS LECKERES AUS DER ‚LA MENG’

MIT LEICHTIGKEIT UND OHNE ANSTRENGUNG GENUSSVOLL DURCH DIE KÜCHENWOCHE

Etwas Leckeres aus der ‚La meng’ machen – was genau bedeutet das eigentlich? Der Ausdruck aus der La meng kommt ursprünglich aus dem Französischen – de la main, ‚aus der Hand‘ – und heißt soviel wie ‚etwas mit Leichtigkeit und ohne Anstrengung zu tun‘. In dem Ausdruck schwingt jedoch auch eine gewisse Spontaneität mit, denn aus der ‚La meng’ lässt sich im Deutschen mit aus dem Stegreif übersetzen.

Wer aus vorhandenen Zutaten aus Vorratskammer und Kühlschrank und den Überbleibseln des Vortags spontan aus dem Stegreif etwas Leckeres zaubert, der kocht aus der ‚La meng’. Das lässt sich mühelos für einen Tag bewerkstelligen. Ich will Euch jedoch zeigen, wie man trotz eines knappen Zeitbudgets lecker, nachhaltig und gesund eine ganze Küchenwoche gestalten kann!
Damit das mit ‚Leichtigkeit und ohne Anstrengung‘ gelingt, ist ein wenig Planung jedoch unvermeidbar. Aus der La meng muss ja nicht zwangsläufig improvisiert sein, man kann auch gezielt und organisiert ‚aus der Hand’ kochen. Wir werden also – ganz aus dem Stegreif – eine Woche kulinarische Vielfalt vorplanen und systematisch Vorgekochtes und Übriges mit einbeziehen. Das nimmt zwar eine gewisse Spontaneität, macht aber das Kochen recht unbeschwert und stellt sicher, dass am Ende der Woche nichts übrig bleibt und verkommt.
Bewusstes ‚Vor-kochen‘ wird einfach als Strategie zum ökonomischen, effizienten Kochen aus der ‚La meng’ genutzt.

DER WOCHENMARKT – EINE QUELLE DER VIELFALT & LABSAL
Die Küchenwoche beginnt an einem Samstagmorgen auf dem lokalen Wochenmarkt. Wo wir uns von dem Aussehen und den Düften von frischem Obst, Gemüse, Kräutern und Blumen inspirieren lassen bei der Auswahl von saisonalen Köstlichkeiten aus der Region für die kommende Woche. SAMSUNG CSC

Die herzliche Atmosphäre auf so einem Markt, die Bereitschaft der Händler nicht nur zu empfehlen, sondern gleich auch noch hauseigene Rezepte mit dazu zuliefern, und nicht zuletzt die Vielfalt, die fast jede Saison zu bieten hat – all das trägt dazu bei, dass ein Gang über den Markt einen guten Start in den Tag und natürlich auch in unsere Küchenwoche bereitet.
Ist man dann zufrieden mit gefüllten Körben heimgekehrt kann die Verarbeitung der köstlichen Schätze, die man erworben hat beginnen. Ein wenig mehr Zeit ins Kochen zu investieren und von den frisch erworbenen Ingredienzien zu genießen – das Wochenende ist dazu perfekt geeignet!
Abschalten und Regenerieren in der Küche und damit nicht nur sich selbst, sondern die ganze Familie und vielleicht auch noch Freunde zu belohnen und ganz nebenbei eine kulinarische Grundlage für weitere leckere Gerichte der kommenden Woche zu schaffen – was könnte es schöneres geben?

DIE KÜCHENWOCHE KANN BEGINNEN DSC_0162
Es ist Spätsommer und die Vielfalt auf dem Wochenmarkt ist so überwältigend, dass es schwer fällt eine Auswahl zu treffen. In unserem Einkaufskorb befinden sich Auberginen, Kartoffeln, Lauch, Möhren, Tomaten, Zucchini, Rote-Zwiebeln, Knoblauch, Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Schnittlauch etc. Äpfel, Zwetschgen oder Mirabellen, Beeren wie Blau- oder Brombeeren, eine Wassermelone und Zitronen, außerdem ein Salat, zum Beispiel Zuckerhut oder Endivien.

WOMIT FANGEN WIR AM SAMSTAG AN?
Zur Stärkung nach dem Markt machen wir als erstes ein paar Muffins mit den mitgebrachten Beeren, die sind flugs gebacken und schmecken lauwarm besonders gut. Falls Widererwarten Muffins übrig bleiben, einfach einfrieren für die folgende Küchenwoche als ‚spontane‘ Nachspeise.

DSC_0440Freunde haben sich für den Abend zum Essen angekündigt und die sollen bekocht werden, es soll lecker sein, aber auch nicht zu zeitaufwendig. Als Einstieg gibt es daher Chili-scharfen gegrillten Feta auf süßer Wassermelone – eine ungewöhnliche, aber super erfrischende Gaumenfreude für vorneweg. Anschließend werden Auberginen, Zucchini, Tomaten und Kartoffeln serviert, die im Backofen ihr volles Aroma entfalten konnten. Der krönende Abschluss – Grießbrei mit Zwetschgen oder Mirabellen-Kompott.

SAMSUNG CSCAuch am Sonntag wird es kulinarisch etwas ausgefallener, denn es wird eine Rote Zwiebel Marmelade gemacht, die schmeckt auf geröstetem Brot mit Käse (z.B. Taleggio oder auch Ziegenkäse) kurz überbacken einfach göttlich. Das beste an der Marmelade, sie hält sich im Kühlschrank mindestens eine Woche und kann so auch zwischendurch mal genossen werden.

Es geht sehr erfrischend weiter, nämlich mit Pasta in einer luftig, leichten und ruckzuck gemachten Zucchini-Zitronen-Soße. Am besten schmecken dazu selbstgemachte Bandnudeln, also wer sich mal daran wagen möchte – das ist gar nicht so schwer und macht außerdem richtig Spaß. Aber natürlich gehen auch gekaufte … Zum süßen Finale werden Pfannkuchen mit Zimt-Zucker, Marmelade oder dem übrigen Zwetschgenmus vom Samstag gemacht. Apfelmus passt natürlich auch, das könnte man dann nochmal am Dienstag servieren (siehe unten). Es werden bei der Gelegenheit übrigens gleich ein paar Pfannkuchen mehr ausgebacken; in Streifen schneiden, einfrieren und dann unter der Woche als Suppeneinlage verwenden.

Frankfurter Grüne SoßeWir beginnen am Montag mit einer schnellen Tomaten-Suppe mit Croutons, die aus Weißbrotresten vom Wochenende gemacht werden. Als Hauptgericht gibt es Pellkartoffel mit einem Kräuter-Dip mit vielen frischen Kräutern.

Nicht vergessen: gleich etliche Kartoffeln mehr kochen! Die dann über die Woche verteilt zu Bröselschmarrn, Fingernudeln, Apfel-Maultaschen, Gratin, Tortilla und und und verarbeitet werden können. Wenn noch Beeren vom Wochenende übrig sind, werden die heute final einfach etwas eingezuckert und zusammen mit Buttermilch, Kefir, Joghurt oder was auch immer man zuhause hat und eventuell ein paar Minzblättchen als erfrischender und gesunder Nachtisch kredenzt.

VERSCHNAUFPAUSE ZUR WOCHENMITTE
Am Dienstag geht zeitlich ‚nur‘ eine schnelle Kleinigkeit. Es gibt daher eine Lauch-Ziegenkäse Tortilla mit den bereits gekochten Kartoffeln und einem knackigen Salat, jetzt im Spätsommer bekommt man schon den Zuckerhut oder Endivien, beide schmecken leicht bitter und passen geschmacklich bestens zur Tortilla. Übrigens kann man neben dem Lauch natürlich auch noch anderes Gemüse in die Tortilla geben, was halt so da ist und einem schmeckt. Wer jetzt noch Lust auf etwas Süßes hat, dann wären da ja noch die Beeren-Muffins, die wir am Samstag eingefroren haben. Sobald sie aufgetaut sind, nur ein paar Minuten in den Backofen schieben und sie schmecken fast wie frisch gemacht.

IMG_2656Das Mittwochs-Menü beginnt mit einer Pfannkuchen-Suppe, auf die dann ein Gericht aus den Pellkartoffeln, die ja vorgestern schon vorgekocht wurden, folgt. Wenn es ganz schnell und quasi ohne Aufwand gehen soll, dann macht man daraus einen Bröselschmarrn (siehe Bild). Fast noch besser, aber ein bisschen aufwändiger sind Fingernudeln.

Zu beiden Varianten passt Apfelmus sehr gut. Als deftige Beilage wäre z.B. gekochtes Sauerkraut ganz geschickt, weil das dann übermorgen nochmal in Form von Sauerkrautschnecken zum Einsatz kommt. Mein absoluter Favorit mit alten Pellkartoffeln sind übrigens Apfel-Maultaschen, zugegeben, da braucht man am Anfang ein bisschen Übung, aber der Boden der Maultaschen karamellisiert mit dem Zucker und Saft der Äpfel zu einer göttlichen Kruste (oder Rammeln, wie man in Bayern sagt) – versprochen, diese Mühe wird belohnt!!! Auf den Nachtisch kann man mit dem heutigen Menü verzichten, da es Haupt- und Nachtisch sozusagen in einem darstellt. Ganz nebenbei werden ein paar Lauchstangen gekocht für einen Lauchsalat, der in Ruhe bis morgen ziehen soll.

WEITERE KULINARISCHE HÖHEPUNKTE
Schon ist es Donnerstag und damit die Küchenwoche ja schon fast um, aber ein paar Highlights gibt es noch, die unbedingt auf den Tisch müssen. Als Vorspeise gibt es den ‚eingelegten‘ und marinierten Lauchsalat mit in dünnen Scheiben geschnittenem Weiß- oder Roggenbrot, das ruhig schon ein paar Tage alt sein kann. Die Brotscheiben werden einfach ein paar Minuten unter den heißen Grill gelegt und dann mit Oliven-Öl und etwas Salz bestreut. Toasten geht natürlich auch.

DSC_0162Danach servieren wir einen Apfel-, Zwetschgen-, Mirabellen- oder …. Auflauf, je nachdem welches Obst man noch zuhause hat. So ein Auflauf ist so schnell und unkompliziert gemacht, der geht immer! Tipp, einfach vorausschauend etwas mehr machen, denn er schmeckt auch kalt oder lauwarm am nächsten Tag noch. Wer den Auflauf übrigens lieber ‚deftig‘ mag – kein Problem –, zum Beispiel mit Lauch, Zucchini oder Möhren und Käse. Bei der deftigen Variante kann der Lauch-Salat direkt dazu gegessen werden.

Ja, und Ruckzuck ist auch schon Freitag, das Ende der Küchenwoche. Ziel ist es heute, den ‚Gemüsevorrat‘ soweit wie möglich aufzubrauchen, damit morgen wieder Frisches eingekauft werden kann. Dafür ist die variabelste Suppe der Welt, nämlich die ‚All Season Gemüse Suppe‘ genau das Richtige. All die Gemüsereste, die sich noch im Gemüsefach befinden, bekommen jetzt ihren kulinarischen Auftritt!

DSC_0099Wem die Suppe, die man mit Kartoffeln, Bulgur, Nudeln etc. durchaus recht gehaltvoll machen kann, nicht ausreicht, der macht als zweiten Gang einfach und schnell besagte Sauerkraut-Schnecken. Vielleicht ist gestern ja tatsächlich etwas von dem ‚obstigen‘ Auflauf übrig geblieben – der rundet dann das letzte Menü der Küchenwoche ab.

So, ich glaube jetzt ist wirklich nichts mehr übrig von den Einkäufen von letztem Samstag und wir können uns dem nächsten kulinarischen Abenteuer, beginnend am Samstag zuwenden….

EINE KÜCHENWOCHE GEHT ABWECHSLUNGSREICH ZU ENDE
Mit all den Einkäufen vom Wochenmarkt wurde jetzt eine Woche lang aus der ‚La meng’ gekocht und gebacken und man konnte erleben, mit welcher Leichtigkeit sich so eine Küchenwoche kulinarisch gestalten lässt. Ich hoffe ich konnte Euch mit den Rezepten – die  alle auf My Cookery Log® zu finden sind -, und mit ihren alltagstauglichen Kochanleitungen, die das Nachkochen wirklich zu einem Kinderspiel machen, anregen und motivieren es einfach mal selbst auszuprobieren. Um zu erleben, dass es gelingen kann abwechslungsreiches und leckeres ‚Selbstgekochtes‘ in einen vollgepackten Alltag zu integrieren!

VIEL SPAß BEIM AUSPROBIEREN & NACHMACHEN! My Cookery Log® – einfach smart kochen 

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